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Was ist eine Arabica Kaffeebohne?

Der Samen der Kaffeepflanze ist botanisch keine Bohne. Die Früchte des Kaffeestrauches sind rote oder gelbe, kirschenähnliche Steinfrüchte (Kaffeekirschen), das Fleisch ist weißlich und sehr Süß, jede Kirsche haust meist zwei Steinkerne, die mit ihren abgeflachten Seiten zueinander liegen und in einer harten Schutzschale (Pergamino) stecken. Diese Kerne werden als „Kaffeebohnen“ bezeichnet. Es gibt Ausnahmen wobei nur ein runder Kern, Caracolio oder Perlbohne genannt in einer Kirsche haust. Diese Form ist eine Fehlbildung die durch eine fehlerhafte Bestäubung der Blüte entstanden ist. Diese Fehlbildungen machen zirka 15% jeder Ernte aus. 

Diese Kerne sind die Samen der Kaffeepflanzen und bestehen aus zirka 40-50% Kohlenhydraten, genauer aus wasserunlöslichen und löslichen Polysacchariden, sowie aus Saccharose und Glukose, welche im Laufe des Röstverfahrens fast vollständig umgewandelt und teilweise abgebaut werden. Der Rest, wie die wasserunlöslichen Polysaccharide, aus denen zum Beispiel die Zellwände der Kaffeebohne bestehen bleibt als Kaffeesatz zurück. 10-20% sindFettstoffe, 13-15% nimmt das Wasser ein, 11-13% ist der Anteil von Eiweißen, 12-18% Lipiden und zirka 3-4% sind der Anteil an Mineral- und Aromastoffen, Alkaloide (Koffein) Anteile sind 0.8-1.2% Säuren.

Die Kaffee Sorten im Vergleich

Coffea Arabica

Arabica-Kaffees bieten einen harmonischen und ausgewogenen Geschmack der sich von bis zu 1000 Aromastoffen zusammen setzt auch zeichnet sich die Bohne durch einen sehr geringen Koffein und ChlorogensäureGehalt aus.

Hat 60% mehr Lipiden (Fette, Vitamine, Hormone, etc.) als Robusta. Allerdings stellen sie hohe Ansprüche an Anbau und Kultur. Sie verlangen konstantes Klima, zwischen 20 und 22 Grad Celsius, eine jährliche Niederschlagsmenge von 2000-2500mm und aufmerksame Pflege. Sie gedeihen am besten in Höhenlagen von ca. 900 bis 2.600 m über dem Meeresspiegel mit einigen Ausnahmen wo ein spezielles Mikroklima es ermöglicht das Kubanischer Kaffee auf 200 m und Kaffee aus dem Jemen, der bis auf 3000 m über dem Meeresspiegel bestens gedeiht. Hochland-Arabica gelten als die besten Bohnen für die Herstellung von Kaffee. Obwohl die Sorte native zu Äthiopien ist wurde sie erst im 7ten Jahrhundert nach Christi Geburt in die Arabischen Länder exportiert und vor Ort als Coffea Arabica bezeichnet und bis zum heutigen Tage wird dieser Name beibehalten obwohl kein Kaffee in den arabischen Ländern angebaut werden kann. 

Coffea Robusta

Diese Bohne zeichnet sich durch einen hohen Coffein Gehalt, hoher ChlorogensäureGehalt, hohen Acrylamid (C3H5NO) Gehalt, geringe Anzahl von Aromastoffen, hohen Anteil von Bitterstoffen, teilweise bedingt durch den hohen Coffein Gehalt, durch muffigen, erdigen Geschmack auch teilweise verbrannten Gummi Geruch, weniger Zuckergehalt als Arabica, weniger Lipide und Antioxidanten, aus. Wie schon der Name verrät, ist sie weniger anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall, jedoch kälteempfindlicher als Arabica-Kaffees. Ihr Anbau beschränkt sich auf Gebiete zwischen dem 10. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators. Die Kaffeeplantagen sind in Höhenlagen bis zu 600 m über dem Meeresspiegel doch am häufigste im Flachland angelegt. Der Anteil an der Weltkaffeeproduktion liegt bei zirka 30 %.

Coffea Liberica oder Excelsa

Diese Bohne ist nach Arabica und Robusta die am wenigsten verbreitete Bohne weltweit. Ihr Ursprung liegt in Liberia, Uganda und Zentral Afrika und wurde dort seit 1792 für kommerziellen gebrauch angebaut, heute wird sie auch in Kolumbien, Mittelamerika Venezuela, Malaysia, Indonesien, Brasilien und den Philippinen angebaut und auch vor Ort konsumiert. Liberica Bohnen sind deshalb im weltweiten Handel kaum zu finden da der Weltweite Anbau nur bei 1-2% liegt. In den 1890 Jahren wurde 90% der Weltweiten Arabica Kaffeebohne durch den Befall von Blattrost vernichtet, in Folge wurde Liberica Kaffee gepflanzt, da dieser nicht auf Blattrost anfällig war. Der meiste Kaffee wurde damals in den Philippinen angebaut und nach Amerika verschifft. Der Kaffee gedeiht von 900-1300 Meter über dem Meeresspiegel und hat ähnliche Geschmackseigenschaften wie der Robusta doch mit einer Karbol Note und mehr Bitterstoffen.